Hier ist das erste Anzeichen von Alzheimer, das man niemals ignorieren sollte, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen, warnt ein Neuropsychologe.

Manche Gefühle verdienen jedoch ernst genommen zu werden. Die Neuropsychologin Mary Sano, Leiterin eines Forschungszentrums am Mount Sinai, beobachtet häufig folgendes Szenario: Menschen haben das Gefühl, nicht mehr so ​​gut zu funktionieren, während ihr Umfeld nichts davon bemerkt.
Sich langsamer, verwirrter oder wie „benommen“ bei alltäglichen Aufgaben zu fühlen, sollte man nicht ignorieren. Selbst wenn im Alltag keine offensichtlichen Anzeichen erkennbar sind, ist dieses innere Gefühl eine wichtige Botschaft, die beachtet werden sollte.

Das aussagekräftigste Signal, laut Spezialisten

Das aussagekräftigste Anzeichen, das dieser Experte für wichtig hält, kommt jedoch nicht unbedingt von der betroffenen Person selbst, sondern von ihren Angehörigen.
Wenn jemand aus dem nahestehenden Umfeld Bedenken äußert – „Du wiederholst dich ständig“, „Du wirkst orientierungsloser als zuvor“, „Du kommst mit manchen Dingen nicht mehr so ​​gut zurecht“ –, ist es wichtig, diese Bedenken ernst zu nehmen. Gerade in der Frühphase stellt diese Außenperspektive oft das erste wirkliche Warnsignal dar. Es geht nicht darum, sich unnötig Sorgen zu machen, sondern die Realität nicht zu verdrängen und rechtzeitig zu reagieren.

Veränderungen im Alltag, die es genau zu beobachten gilt

Bestimmte Anzeichen treten häufig wieder auf und sollten Anlass zur Sorge geben, insbesondere wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten. Beispiele hierfür sind, sich nicht mehr daran zu erinnern, was man einige Stunden zuvor getan hat, oder den Überblick über die Morgenroutine zu verlieren.
Auch Wiederholungen sind aufschlussreich: dieselbe Geschichte mehrmals zu erzählen oder dieselben Fragen in schneller Folge zu stellen. Ein weiteres Indiz ist, Gegenstände an völlig ungewöhnlichen Orten zu finden, ohne sich daran zu erinnern, sie dort hingelegt zu haben.

Wenn die Stimmung selbst zu einem wichtigen Indikator wird

Auch die emotionale Komponente spielt eine entscheidende Rolle. Manche Menschen werden ängstlicher, reizbarer oder sind schneller frustriert über ihre eigene Leistung. Diese Nervosität kann eine diffuse, schwer zu artikulierende, aber sehr reale Sorge widerspiegeln.
Schließlich ist oft schon früh ein ganz konkreter Bereich betroffen: der Umgang mit Geld. Wenn man vergisst, Rechnungen zu bezahlen, den Überblick über das Budget verliert oder sich von einfachen Finanzaufgaben überfordert fühlt, sollte das ein Warnsignal sein.

Wie sollte auf diese Signale reagiert werden?

Ziel ist es nie, allein eine Diagnose zu stellen, sondern einen Dialog zu eröffnen. Ein Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft ermöglicht es Ihnen, die Situation zu analysieren, sich – wenn möglich – zu beruhigen und gegebenenfalls frühzeitig zu handeln. Eine frühzeitige Intervention hilft Ihnen, die Situation besser zu verstehen und Ihren Alltag behutsam anzupassen.

Auf die eigene Intuition, aber auch auf die von Angehörigen zu hören, ist nach wie vor eine der wertvollsten Gesten, um das Gedächtnis und  das kognitive Gleichgewicht  langfristig zu bewahren.