Ich habe endlich herausgefunden, wie man die Waschmittelschublade richtig benutzt… und warum meine Wäsche nie richtig sauber war.

Sie geben eine Ladung Wäsche in die Maschine, holen sie heraus … und trotzdem stimmt etwas nicht. Die Kleidung riecht nicht richtig sauber, manche Teile wirken unsauber gewaschen, sogar leicht gräulich. Was, wenn das Problem weder am Waschmittel noch am Programm oder gar an Ihrer Waschmaschine liegt? Wie viele andere nutzen Sie vielleicht ein wichtiges Bauteil der Maschine falsch – oder vergessen, es zu reinigen: die Waschmittelschublade. Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein.

Die Waschwanne, dieses große, oft vergessene Element der Instandhaltung

Wir geben das Waschmittel automatisch hinzu, ohne groß darüber nachzudenken. Dabei spielt die Waschmittelkammer eine entscheidende Rolle: Sie dosiert und verteilt die Produkte zum richtigen Zeitpunkt im Waschgang. Mit der Zeit sammeln sich dort Waschmittelreste, Weichspüler und Kalkablagerungen an. Die Folge: Das Waschmittel zirkuliert nicht richtig, es entstehen Gerüche und die Wäsche wird nicht richtig sauber.

Noch schlimmer ist, dass ein verschmutzter Mülleimer zu einem idealen Nährboden für Ablagerungen und üble Gerüche werden kann, die sich dann auf Ihre Kleidung übertragen.

Wie oft sollte die Waschmittelschublade gereinigt werden?

Die gute Nachricht: Diese Reinigung erfordert weder spezielle Geräte noch viel Zeit. Idealerweise sollte sie alle zwei bis vier Wochen durchgeführt werden, je nachdem, wie oft Sie Ihre Waschmaschine benutzen. Bei häufigem Waschen bei niedrigen Temperaturen oder regelmäßiger Verwendung von Weichspüler empfiehlt sich eine häufigere Reinigung.

Es ist einer dieser kleinen Wartungsschritte, die langfristig einen großen Unterschied machen.

Wie man die Wäscheschublade effektiv reinigt

  1. Nehmen Sie zunächst die Schublade vollständig heraus. Die meisten Waschmaschinen haben in der Mitte der Schublade eine kleine Lasche oder einen Knopf: Drücken Sie diesen vorsichtig und ziehen Sie die Schublade gleichzeitig zu sich heran.
  2. Sobald es draußen ist, beobachten Sie es: Es erwarten Sie oft Überraschungen.
  3. Reinigen Sie jedes Fach mit einem Schwamm oder Tuch.
  4. Für schwer zugängliche Stellen eignet sich eine alte Zahnbürste ideal. Bei hartnäckigen Ablagerungen den Behälter 15 bis 20 Minuten in heißem Wasser einweichen, eventuell mit etwas Weißweinessig.
  5. Gründlich abspülen, an der Luft trocknen lassen und dann wieder an seinen Platz bringen.

Ein oft übersehener Tipp: Reinigen Sie auch die Nut, in die die Schublade eingesetzt wird. Dort sammeln sich häufig Rückstände an, die das Abfließen des Waschmittels behindern.

Benutzt du wirklich das richtige Fach?

Ein weiterer sehr häufiger Fehler ist, das Waschmittel in das falsche Fach zu geben. Die meisten Wäscheschubladen haben drei Fächer:

  • das Vorwaschfach (oft mit „I“ gekennzeichnet),
  • das Hauptwaschfach (mit der Bezeichnung „II“),
  • das Weichspülerfach (symbolisiert durch eine Blume).

Flüssig- oder Pulverwaschmittel gehört in das Hauptfach. Weichspüler hingegen wird dank seines separaten Fachs erst im letzten Spülgang freigesetzt.

Das direkte Einfüllen von Waschmittel in die Trommel – sofern vom Hersteller nicht ausdrücklich anders angegeben – kann die Wirksamkeit verringern und Rückstände auf der Kleidung hinterlassen.

Hüten Sie sich vor Überdosierung, dem Feind sauberer Wäsche

Man glaubt oft, dass mehr Waschmittel die Wäsche sauberer macht. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Zu viel Waschmittel hinterlässt Rückstände auf den Textilien, fördert unangenehme Gerüche und verstopft die Waschmittelkammer und die Waschmaschine schneller. Halten Sie sich daher immer an die angegebene Maximalmenge und passen Sie die Dosierung der Wäschemenge und dem Verschmutzungsgrad an.

Auch für frisch  duftende Wäsche  ist die richtige Dosierung entscheidend.

Eine kleine Geste, große Wirkung

Durch regelmäßiges Reinigen der Waschmittelschublade und die korrekte Nutzung der einzelnen Fächer wird die Frische Ihrer Wäsche sofort verbessert und die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine verlängert. Ihre Kleidung fühlt sich wieder richtig sauber an, ohne anhaltende Gerüche oder unangenehme Rückstände.

Es dauert nur wenige Minuten im Monat, aber die Wirkung ist erstaunlich – besonders wenn man erkennt, dass das Problem auf ein so simples Detail zurückzuführen ist.  Die Wartung Ihrer Waschmaschine  umfasst oft genau diese unauffälligen, aber unerlässlichen Maßnahmen.

Manchmal muss man nicht die Maschine wechseln, sondern nur seine Gewohnheit ändern.