Mein Name ist Olivia Carter, und dreizehn Jahre lang glaubte ich, ein unerschütterliches Verständnis für meine Tochter Lily zu haben.
Nach der Scheidung lebten wir nur noch zu zweit in einem bescheidenen, hellblauen Haus in einer ruhigen Straße in einem Vorort von Massachusetts, wo scheinbar nie etwas passierte.
Ein Ort, an dem die Nachbarn winkten, die Rasenflächen planmäßig gemäht wurden und Geheimnisse fehl am Platz wirkten.
Lily war mein Fels in der Brandung. Meine Gewissheit.
Sie war nachdenklich, für ihr Alter ungewöhnlich reif und stets höflich. Lehrer lobten sie. Nachbarn bewunderten sie.